Auch ein Automat benötigt Pflege

Auch wenn der Tränkeautomat schon mehrere hundert Stunden im Einsatz ist, mit ein bisschen Pflege und Wartung steht einem weiteren erfolgreichen Einsatz nichts mehr im Wege.  In regelmäßigen Abständen, etwa alle zwei bis drei Monate, sollten die eingestellten Parameter am Automaten überprüft werden. Das sind Wassertemperatur, Wassermenge, Dosierung des Reinigungsmittels, Pulvermenge des Milchaustauschers. Tägliche sollten das Dosierblech des Pulverauswurfs gereinigt werden. Auch der Kälbernuckel sollte regelmäßig ausgetauscht werden. Nimmt der Nuckel eine flach-ovale Form an, sollte er gewechselt werden. Bei weiterem Gebrauch verklebt der Sauger und verschließt die Saugleitung. Risse ermöglichen den Lufteintritt und erschweren das Ansaugen der Milch.  

Welche Anzeichen im Automaten und am Kalb werden bei Problemen sichtbar?  

1. Wassertemperatur zu niedrig

Der Milchaustauscher wird nicht mit der nötigen Temperatur angerührt. Die Bestandteile werden schlecht aufgelöst und für die Kälber besteht ein höheres Risiko an Durchfall zu erkranken. Manchmal sind auch vermehrt Belege und Rückstände im Mischbehälter zu sehen.  

2. Wassertemperatur zu hoch

Kälber saufen nur zögernd und mit vielen Unterbrechungen oder verweigern die Aufnahme gänzlich. Die optimale Tränketemperatur entspricht der Temperatur der  Milch wenn sie aus dem Euter kommt und liegt somit bei 39 °C.  

3. Wassermenge zu gering

Das Tränkepulver im Mischbehälter löst sich schlecht auf und verstopft die Ventile.  

4. Reinigungsmittel zu gering dosiert

Beläge im Mischbehälter (an Auslassöffnung und an Messelektroden) und im Saugschlauch weisen auf eine ungenügende Reinigung hin. Die Zubereitung der Tränke und auch die Tränkeaufnahme können dadurch eingeschränkt werden.  

5. Pulvermenge

Die Tränke wird mit zu wenig oder zu viel Pulver angerührt. Damit die Pulvermenge gleichmäßig bleibt, müssen regelmäßig Verkrustungen und Beläge im Bereich des Pulverzulaufs entfernt werden.